Armut - eine Bildungsbremse

PauvretDie Verbindung zwischen Armut und Bildung ist ein Kausalzusammenhang. Studien haben gezeigt, dass Bildung ein Schlüsselfaktor bei der Bekämpfung der Armut und der sozialen Ausgrenzung ist. Sie hilft, die soziale Ungleichheit zu verringern und fördert die Integration in den Arbeitsmarkt und die Bürgerbeteiligung.

Entwicklungsländer sind häufig mit den folgenden Problemen konfrontiert:

  • Fehlen von Schulinfrastrukturen: die Anzahl der Schulen ist unzureichend und die bestehenden Schulen können nicht immer jedes Unterrichtsniveau anbieten, was eine der Ursachen für Schulabgänge ist;
  • Lehrermangel: das Fehlen von Lehrern schadet dem guten Funktionieren der Schulen;
  • Unsicherheit der Lernbedingungen: überfüllte Klassen, schlecht oder nicht ausgebildete Lehrer, Mangel an pädagogischem Material, eine hohe Abwesenheitsquote der Schüler und Lehrer verringern die Qualitätsausbildung.

Im Allgemeinen zielt die Nachfrage der Familien in städtischen Gegenden, abgesehen von der in der Stadt notwendigen Alphabetisierung, direkt auf das Erlernen eines Berufes und auf den Wunsch ab, davon „besser leben zu können als die Eltern“. Die Einschulung der Kinder erscheint hier lebenswichtig. Die Einschulung der Kinder ist sowohl an der Notwendigkeit als auch an einer Strategie des sozialen Aufstieges beteiligt. In ländlichen Gegenden erscheint die Schule in positiver Weise wie ein Ort, in dem es möglich ist, sich Fähigkeiten anzueignen. Dennoch erscheint sie nicht als „Muss“, weil sie von den Eltern als wenig effizient angesehen wird. Anders ausgedrückt fordern die Eltern von der Schule, den finanziellen Aufwand wettzumachen. Es ist also weniger die Armut der Haushalte, die in Frage steht - abgesehen von Fällen einer extremen Armut – sondern eher das Schulsystem, dessen Nutzen den Eltern nicht immer einleuchtet. Ein wichtiger Aspekt wäre hier also, die Qualität des Unterrichts zu verbessern.

Quelle: https://education.francetv.fr

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