Zugang zu Bildung für Flüchtlingskinder

Die Demokratische Republik Kongo gehört zu den größten Staaten Afrikas, aber auch immer noch zu den ärmsten. Der Alltag der Bevölkerung ist geprägt vom täglichen Kampf ums Überleben. Obwohl Schulpflicht herrscht, sind Schulen und Universitäten meist der reichen Elite vorbehalten. Dabei wäre es für die Entwicklung des Landes enorm wichtig, dass alle ein Basiswissen haben. Nicht einmal jedes dritte Kind schließt die Grundschule ab und geschätzte 4,7 Millionen Kinder besuchen keine Schule. Hinzu kommt, dass das Land insbesondere in den östlichen Kivu-Provinzen immer noch nicht zur Ruhe gekommen ist. Immer wieder kommt es zu blutigen Konflikten. Viele Menschen haben in ihrer verzweifelten Lage alles zurückgelassen und leben nun in sichereren Gebieten innerhalb der DR Kongo in primitiven Lagern und warten sehnlich darauf, in ihre Heimat zurückkehren zu können. Bis dahin sind sie jedoch auf Hilfe angewiesen…

Das Projekt in Kürze:

Im Rahmen dieses Projekts erhalten 1 021 Flüchtlingskinder, die innerhalb des Kongo geflüchtet sind, Zugang zu einer Grundschule. Viele von ihnen haben erst kurz bevor sie ihre Heimat verlassen mussten lesen und schreiben gelernt und riskieren nun, die erworbenen Kenntnisse zu verlernen, wenn sie über längere Zeit keine Schule besuchen.

Die Schulgebühren der Projektteilnehmer werden zur Hälfte über das Projekt finanziert. Die andere Hälfte der Schulgebühren soll von den Eltern übernommen werden, um sie direkt in das Projekt mit einzubeziehen. Zudem wird allen Kindern das nötige Schulmaterial zur Verfügung gestellt. Da einige Kinder vor oder während der Flucht Schlimmes erlebt haben, erhalten sie bei Bedarf psychologische Unterstützung. 

Um eine gute Bildung zu gewährleisten, nehmen 150 Lehrer regelmäßig an Weiterbildungen teil und sie erhalten das nötige pädagogische Material. Auch die Schulleiter der insgesamt 17 Schulen, in die die Flüchtlingskinder eingeschult werden, nehmen an Weiterbildungen teil. 

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 297 902 Euro

80% dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (59 580,40 Euro) übernimmt CSI zusammen mit der Partnerorganisation, dem Jesuit Refugee Service.

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