Förderung von jungen Mädchen durch Bildung und Sensibilisierung der Gesellschaft

Gleichberechtigung für Frauen - das ist in Bangladesch ein schwieriger Prozess. Mädchen müssen in vielen Bereichen zurückstecken, auch bei der Bildung. Sie absolvieren weniger Schuljahre als Jungen, wodurch der Bildungsstand von Frauen deutlich niedriger ist als der ohnehin schon geringe Bildungsstand der Männer. Auch die Tatsache, dass viele Schulen keine Toiletten für Schülerinnen haben, hält einige Mädchen davon ab, zur Schule zu gehen. Die prekäre Lebenssituation setzt sich auch im Erwachsenenalter fort: 60 % der verheirateten Frauen haben schon einmal Gewalt durch ihren Ehemann oder die angeheiratete Familie erfahren. Auch Vergewaltigungen, mitgiftbedingte Konflikte sowie Zwangs– und Frühehen sind keine Seltenheit.

Das Projekt in Kürze:

Insgesamt 150 minderjährige Mädchen aus ausgegrenzten ethnischen Minderheiten erhalten über die Finanzierung von Stipendien Zugang zu einem Gymnasium. Ziel ist es, den Mädchen, die aufgrund ihres Geschlechts und ihrer Ethnie häufig vom sozialen Leben ausgeschlossen sind, eine qualitative Ausbildung zu bieten, dank der sie einen Beruf erlernen können. Alle Schülerinnen nehmen zudem vier Mal monatlich an Workshops zum Thema Menschenrechte teil. Dort werden sie über ihre eigenen Rechte aufgeklärt und erfahren, wie sie diese Rechte im Alltag geltend machen können. Dadurch wird nicht nur das Selbstbewusstsein der Mädchen gefördert, sondern sie lernen auch, ihre Situation nicht als unveränderbar anzunehmen und auf die Einhaltung ihrer Rechte zu bestehen.

Um das gesellschaftliche Ansehen von Frauen und Mädchen langfristig zu verbessern, ist es jedoch wichtig, auch die breite Öffentlichkeit zu erreichen. Deshalb werden Sensibilisierungsworkshops angeboten, um möglichst viele Menschen, darunter auch Lehrer und Eltern, auf die Rechte von Mädchen aufmerksam zu machen.

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 99 983 Euro

80 % dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (19 996,68 Euro) übernimmt CSI zusammen mit der lokalen Partnerorganisation.

 

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