Verbesserung der Lernbedingungen für behinderte Kinder

 

Indien ist faszinierend und schockierend zugleich. Das Land hat sich in den letzten Jahren beachtlich weiterentwickelt, doch immer noch leben viele Menschen am Existenzminimum. Einige Bevölkerungsgruppen sind besonders von Armut betroffen. Dazu gehören auch Menschen mit einer Behinderung. Sie leben nicht nur in elenden Verhältnissen, sondern werden auch in vielen Lebensbereichen ausgegrenzt. Da der Bevölkerung wichtiges Wissen über den Umgang mit behinderten Menschen fehlt, werden viele Betroffene selbst von ihren engsten Verwandten verstoßen. Die Ausgrenzung fängt schon im frühen Altern an: Behinderte Kinder haben kaum Chancen, eine Schule zu besuchen, denn zum einen sind sie oft vom Schulsystem ausgeschlossen, zum anderen gibt es kaum speziell ausgebildete Lehrer. Deshalb ist es an der Zeit, behinderten Kindern und Kindern aus sozial schwachen Familien endlich eine würdige Zukunft zu schenken.

Das Projekt in Kürze:

Das Kiran Village in Varanasi (Stadt in Nordindien) richtet sich an Kinder und Jugendliche mit einer Behinderung. Sie werden unter Berücksichtigung ihrer Fähigkeiten von speziell geschulten Lehrern unterrichtet, bekommen das nötige medizinische Material und erhalten individuelle Therapie.

Die Lehrer des Kiran Village werden vom Staat bezahlt, doch für die Instandhaltung der Infrastruktur ist das Kiran Village auf Unterstützung angewiesen. Deshalb finanziert CSI einge Renovierungsarbeiten, um das Lernumfeld für alle möglichst angenehm zu gestalten. So wird ein neues Jungeninternat gebaut, damit auch Jungen aus abgelegenen Gegenden eine Schule besuchen können. Zudem sind die Dächer mancher Gebäude (Mädcheninternat, Physioabteilung, Schneiderei) undicht und werden erneuert. Außerdem übernimmt CSI die Kosten für die Sport- und Musikausstattung sowie für das Schulmaterial.

Um die Qualität des Unterrichts und der Betreuung zu gewährleisten, nimmt das Personal regelmäßig an Weiterbildungen teil. Zudem werden die Eltern für den richtigen Umgang mit behinderten Menschen sensibilisiert, damit sie lernen, ihr Kind richtig zu fördern.

Gesamtkosten des Projekts (2017-2020): 214 700 Euro

80 % dieses Betrags werden vom luxemburgischen Außenministerium getragen. Den Rest (42 940 Euro) finanziert CSI zusammen mit der Partnerorganisation.

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